Wahlprogramm zur Kommunalwahl am 14. März 2021

 

Wer sind die Freien Wähler Mörfelden-Walldorf?

Wir sind eine unabhängige, demokratische und kommunale Wählergemeinschaft aus der Mitte der Gesellschaft. Ihre kommunalpolitischen Entscheidungen sind frei von parteipolitischen und ideologisch geprägten Einflüssen oder Parteizwängen. Die Freien Wähler Mörfelden-Walldorf missbilligen die zunehmende Ideologisierung in der Kommunalpolitik.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

Die kommenden Jahre werden durch die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie geprägt sein. Viele Bürger unserer Stadt bangen um ihre Arbeitsplätze oder sind auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum. Gewerbetreibende kämpfen um das wirtschaftliche Überleben in schwierigen Zeiten.

Mörfelden-Walldorf befindet sich in einer schwierigen Lage. Einerseits brechen Einnahmen weg, andererseits steigen die Ausgaben für die Pflichtaufgaben, insbesondere auch die sozialen Leistungen.

Auf Grund der soliden Haushaltsführung in den letzten Jahren gehört Mörfelden-Walldorf zu den wenigen Städten in der Bundesrepublik die dieses Jahr ohne größere Blessuren durch die aktuelle Finanzkrise kommt. Das bedeutet hart am Wind, aber keine wesentlichen Einschränkungen für die Bevölkerung, etc.

Der Klimawandel wird durch den Menschen verstärkt. Es ist an der Zeit, zu einem grundlegenden Bewusstseinswandel aufzurufen. Stirbt das Klima, stirbt der Mensch. Wir müssen aufrütteln – aber auch sachgerechte und umsetzbare Politik betreiben – und dürfen unsere soziale Verantwortung nicht vernachlässigen.

Die Bewältigung dieser angespannten Situation wiegt in den nächsten Jahren sehr schwer. Zudem müssen richtungsweisende Themengebiete entschlossen angegangen werden: Umweltgerechter und nachhaltiger Wohnungsbau, Stadtentwicklung, Digitalisierung und wiederholte Haushaltskonsolidierung.

Mit diesem Wahlprogramm bieten wir einen Rückblick auf unsere geleistete Arbeit und einen Ausblick auf unsere neuen Aufgaben und Herausforderungen.

Politik mit Zukunftskompetenz, Sachlichkeit und Bürgerbeteiligung macht den Unterschied. Und darauf vertrauen wir.

 

 

  • Seit 2016 haben wir Verantwortung für Mörfelden-Walldorf und die Verschuldung der Stadt erheblich reduziert. Unser Ziel, das laufende Schutzschirmverfahren des Landes Hessen zu verlassen, haben wir damit erfolgreich realisiert.
  • Gleich zu Beginn unserer Amtszeit haben wir ein andauerndes Ärgernis geregelt. Mit der Wiedereinführung von Tempo 50 auf Hauptverkehrsstraßen in Mörfelden und Walldorf und der Änderung von Vorfahrtstraßen konnte die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer verbessert und der Verkehrsfluss optimiert werden.
  • Aufgrund von Vorgaben des Regierungspräsidiums mussten wir entgegen unseren Vorstellungen 2017 eine Straßenbeitragssatzung einführen. Wir haben uns hiergegen entschieden gewehrt. Die entsprechenden gesetzlichen Regelungen wurden geändert und wir konnten, wie bei Einführung versprochen, die Straßenbeitragssatzung 2018 wieder ersatzlos aufheben.
  • In der Kinderbetreuung haben wir die Kitas weiter ausgebaut und insbesondere die Essensplätze massiv um 200 Plätze erhöht, so dass das Ganztagesangebot entsprechend erweitert werden konnte.
  • In Mörfelden haben wir das Projekt „Soziale Stadt“ gestartet mit der Zielsetzung, eine nachhaltige und soziale Stadtentwicklung gewährleisten zu können. Gemeinsam mit den Bürgern werden städtebauliche und soziale Maßnahmen rund um den Tizianplatz entwickelt und umgesetzt.
  • Wasser ist eine unserer kostbarsten Ressourcen. Mikroplastik, Arzneimittelrückstände und Spurenstoffe gefährden Mensch, Tier und Umwelt. Deshalb bauen wir bei der Sanierung der Kläranlage eine 4. Reinigungsstufe ein. Hier wird das Wasser mit Ozon und Aktivkohle behandelt.
  • Für ein schnelleres Internet wurden alle Gewerbegebiete mit Glasfaserleitungen erschlossen. In einem weiteren Schritt wurde Mörfelden-Walldorfs Internetauftritt neugestaltet, für die mobile Nutzung optimiert und mit einem unkomplizierten Informationsdienst versehen, der auch die Möglichkeit bietet, Anträge online zu stellen.
  • Für mehr Transparenz stellten wir unseren Haushaltsplan interaktiv auf dem Mörfelden-Walldorfer Internetauftritt ein. Ein Novum in unserer Stadt, das allen interessierten Bürgern einen detaillierten Einblick in unsere Aufgaben, Einnahmen und Ausgaben ermöglicht.
  • Wir waren uns nicht zu schade, auch bewusst schwierige Themen in der Stadt endlich anzugehen und diese gemeinsam und öffentlich zu diskutieren, solange es in einem faktenbasierten, sach- und ergebnisorientierten Dialog ablief.

 

 

Lebenswertes Mörfelden-Walldorf

Lebenswerte Ortskerne ermöglichen einen guten gesellschaftlichen Zusammenhalt, sowohl sozial als auch ökonomisch. Mitten in Mörfelden und Walldorf gibt es jeweils Kernbereiche, die es gilt zu beleben.

In Walldorf haben wir mit der Schließung der Waldenserhalle die Voraussetzung dafür geschaffen. Nach jahrzehntelangen Diskussionen ist es jetzt endlich möglich, rund um den Waldenserhof einen neuen Stadtkern zu entwickeln. Ein Ort der Begegnung, der zu einer besseren Lebensqualität beitragen wird. Die Förderung von regionalen Produkten liegt uns hierbei besonders am Herzen.

Um die Ansiedlung neuer oder die Erweiterung bestehender Betriebe zu fördern, befürworten wir eine Überarbeitung und Aktualisierung der städtischen Stellplatzsatzung. Wir wollen die Innenstadtbereiche beleben – dazu braucht es das nötige Handwerkszeug auch bei der Stellplatzsatzung.

Darüber hinaus sollten interessante Projekte oder Grundstücke durch die Stadt erworben werden, um damit die Belebung der Innenstadtbereiche voranzutreiben oder auch Wohnungsbau und Gewerbeansiedlungen aktiv beeinflussen zu können.

Liebens- und lebenswerte Ortskerne stehen absolut nicht im Einklang mit Neuansiedlungen von Spielhallen und Wettbüros. Wir lehnen Neuansiedlungen solcher Geschäfte strikt ab. Deshalb haben wir die Wettaufwandsteuer eingeführt und halten weiter an ihr fest. Zudem suchen wir nach zusätzlichen Möglichkeiten, um dieses Feld einzudämmen.

Die wahrnehmbare Präsenz der städtischen Ordnungshüter erhöht nicht nur die Sicherheit an Brennpunkten, sondern demonstriert auch den Willen der Stadt, ein lebenswertes Umfeld zu erhalten. Deshalb sprechen wir uns für eine Fortführung und Verstärkung dieser Maßnahmen aus und setzen uns noch stärker für Vandalismus- und Müllbekämpfung im öffentlichen Raum ein.

Zur Verbesserung der Sicherheitssituation in Mörfelden-Walldorf dienen auch Maßnahmen wie die „Soziale Stadt“. Diese Maßnahmen müssen weiter fortgeführt und intensiviert werden. Das Ordnungsamt muss gestärkt werden.

Wohnen ist in Mörfelden-Walldorf teuer geworden. Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für die Bürger Mörfelden-Walldorfs und deren nachwachsende Generation ist zu einer dringenden Aufgabe städtischer Politik geworden.

Derzeit fallen deutlich mehr Wohnungen aus der sozialen Bindung raus als neue gebaut werden. Deshalb ist ein Bau von Wohnungen im Eigenbestand der Stadt wichtig, da dieser Wohnraum zusätzlich langfristig zur Verfügung stehen kann. Die Stadt selbst besitzt nur eine geringe Anzahl eigener Wohnungen. Eine Lösungsmöglichkeit bietet die Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft für neue Projekte und der Bau in Eigenregie der Stadt.

Neben dem Bau von Sozialwohnungen tragen bezahlbare, altersgerechte, nachhaltige und generationen-übergreifende Wohnformen zu einer lebenswerten Stadt bei. Wir sind der Auffassung, dass alle diese Wohnformen durch eine zusätzliche Förderung unterstützt werden sollten.

Durch Innenverdichtung allein ist die bestehende Not an bezahlbarem Wohnraum nicht zu bewältigen. Das bedeutet, dass mittel- bis langfristig neue Baugebiete für Wohnbebauung ausgewiesen werden müssen.

Ein wegweisendes, umweltgerechtes und sozial ausgewogenes Wohnen ist unser Ziel. Moderne Neubaugebiete können CO2-effizient und mit begrünten Dächern sowie intelligenten Verkehrs- und Parkraum-Konzepten geplant werden. Die Entwicklungen schreiten in diesem Bereich schnell voran und wir begrüßen dies auch für unsere Stadt.

Eine Mischung von frei finanziertem und sozialem Wohnungsbau beugt der Bildung von sozialen Brennpunkten vor.

Umweltschutz und der Erhalt eines ökologischen Lebensraumes sind ein wesentlicher Bestandteil verantwortungsvollen Handelns. Jeder Bereich unseres Lebens muss auch aus einer ökologischen Perspektive gesehen werden.

Die Ausweisung von ökologisch CO2-effizienten und nachhaltigen Baugebieten – unter Berücksichtigung der Klimaziele des Pariser Klimaabkommens – ist eine Maßnahme zur Behebung des dringenden Wohnraumbedarfs und des Klimaschutzes.

Zur Vermeidung von Hitzestau im Sommer sowie zum Erhalt der Frischluftzufuhr und von Versickerungsflächen darf die innerstädtische Verdichtung nur zurückhaltend vorgenommen werden.  Es dürfen keine Häuserschluchten durch Innenverdichtung entstehen.

Unter dem Gesichtspunkt des Klimawandels ist es dringend notwendig, die Bewirtschaftung unseres Stadtwaldes an diese Gegebenheiten anzupassen. Im Vordergrund stehen: Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Erholung.

Die dezentrale Stromproduktion muss weiter gefördert werden. Die BERMeG (BürgerEnergieRheinMain eG mit Sitz in Mörfelden-Walldorf) ist überregional beispielhaft für einen sinnvollen Beitrag zur Energiewende.

Lärm ist Lärm und kann nicht in „guten“ und „schlechten“ unterteilt werden.

Lärmstress liegt auf den Straßen von Mörfelden. Inzwischen warten die Bürger Mörfeldens bereits seit 50 Jahren auf eine Südumgehung. Das muss ein Ende haben! Eine Entlastung Mörfeldens vom Schwerlast- und Individualverkehr durch den Bau der Südumgehung muss umgehend stattfinden.

Schwerlastverkehr, der nicht zur Versorgung / Anlieferung in der Stadt dient, wollen wir mit geeigneter Technik wie „Gewichtsblitzer“ aus der Stadt halten.

Für die A5 fordern wir zur Reduzierung der Lärmbelastung einen aktiven Schallschutz und die Einführung eines Tempolimits von 120 km/h und einer weiteren Reduzierung auf 100 km/h in den Nachtstunden. Die Hinhaltetaktik der zuständigen Behörden wollen wir uns nicht länger gefallen lassen und geben nicht nach.

Eine weitere Herausforderung stellt das zukünftige Terminal 3 und dessen S-Bahn Anschluss zum Flughafen dar. Die Folgen sind absehbar. Steigendes Verkehrsaufkommen und erhöhter Parkdruck durch „Fremdparken“. Dies gilt es durch aktive Parkraumbewirtschaftung zu verhindern.

Eine nachhaltige Form von Mobilität unterstützen wir bei der Planung von Fahrradwegen. Hierzu gehört auch eine sinnvolle Verbindung bestehender Fahrradwege und damit auch die Bildung von Fahrradachsen durch unsere Stadt. Das Radwegenetz wollen wir überregional unterstützen, regional ausweiten und sicherer machen.

Am Bahnhof Walldorf ist eine Teilhabe am Nahverkehr nicht für alle Bürgern möglich. Ein barrierefreier Zugang zum Mittelbahnsteig muss endlich durch die Deutsche Bahn realisiert werden. Wir unterstützen hierbei den Bauherren, die Deutsche Bahn, wo es nur geht, haben dabei aber selbstverständlich die Interessen der Bürger im Blick.

Wir fordern eine Verbesserung des ÖPNV in Mörfelden-Walldorf. Das Streckennetz der Busse muss mit dem Ziel einer besseren Anbindung aller Stadtbereiche, einschließlich der Gewerbegebiete überarbeitet werden. Hierbei befürworten wir auch die Umsetzung neuer Konzepte. Möglich wäre ein “smarter” individueller öffentlicher Personennahverkehr, der Dank der fortschreitenden Digitalisierung schnell, effizient und wirtschaftlich abbildbar ist.

Der Flughafen ist für Mörfelden-Walldorf von herausragender Bedeutung. Ein erheblicher Teil unserer Bürger ist am Flughafen oder in Unternehmen beschäftigt, die eng mit dem Flughafen zusammenarbeiten. Auch ein großer Teil unserer Steuereinnahmen stammt direkt vom Flughafen und den dort tätigen Unternehmen.

Die durch die Pandemie ausgelöste wirtschaftliche Krise des Flughafens und des Luftverkehrs hat somit große Auswirkungen auf Mörfelden-Walldorf. Es liegt im Interesse der Mörfelden-Walldorfer, dass es wirtschaftlich am Flughafen wieder bergauf geht.

Wir müssen die stark vom Flughafen abhängigen betroffenen Betriebe, ob groß oder klein, unterstützen und dürfen ihnen keine “grünen” Steine in den Weg legen. Wir wollen allen Bürgern der Stadt ein verlässlicher politischer Partner sein, der unterstützend und begleitend wirkt.

Der Bau des Terminal 3 wird uns vor große Herausforderungen stellen, die gleichermaßen Chancen als auch Risiken mit sich bringen werden. Wir wollen weiterhin in einem aktiven Dialog Vorteile für unsere Kommune erreichen und dabei negative Auswirkungen abwenden.

Es ist an der Zeit, dass die städtische Müllsatzung ökologisch modernisiert und im Hinblick auf Müllvermeidung optimiert wird. Die Abfallgebühren sollen gerecht, nachvollziehbar und bezahlbar sein. Umweltbewusstes Handeln durch Mülltrennung und -vermeidung soll belohnt werden. Die Vermeidung gerade von Plastikmüll ist eine Aufgabe, die alle angeht.

Wilde Müllablagerungen im Wald, Freiflächen und an Wegrändern sind gemeinsam mit Bürgern konsequent zu bekämpfen. Die Auswahl der Standorte von Glascontainern werden wir optimieren und zur Vermeidung von unnötigem Lärm gleichmäßiger verteilen.

Das bisherige Konzept der Sperrmüllentsorgung werden wir unter Beteiligung der Bevölkerung überarbeiten.

Haushalt und Finanzen

Eine solide Haushaltspolitik ist das Fundament für eine nachhaltige Zukunftssicherung. Steuerzahler haben ein Recht darauf, dass ihre Gelder sinnvoll und geeignet verwendet werden. Wir stehen für eine belastbare, verlässliche und transparente Finanzpolitik.

Bis 2016 hatte sich die Finanzsituation der Stadt dramatisch verschlechtert. Es wurde viele Jahre schlecht gewirtschaftet mit dem Resultat, dass Mörfelden-Walldorf zur Entschärfung der wirtschaftlichen Schieflage unter den kommunalen Rettungsschirm musste.

Seit 2016 haben wir durch eine massive Reduktion der Kassenkredite eine verbesserte Grundlage für die finanzielle Entwicklung unserer Stadt geschaffen. Ferner konnten die Gewerbesteuereinnahmen auf 20 Mio. verstetigt werden. Mörfelden-Walldorf hat es durch unsere verantwortungsvolle und konsequente Finanzpolitik Anfang 2020 geschafft, aus dem Rettungsschirm entlassen zu werden.

Mit der Pandemie wurde von heute auf morgen alles anders und die Folgen werfen wieder große Schatten auf die finanzielle Situation Mörfelden-Walldorfs. Wir können den absehbaren Herausforderungen aufgrund der konsequenten Finanzpolitik der vergangenen Jahre gestärkt gegenübertreten. Dennoch wird unser Gestaltungsspielraum bedingt durch Mindereinnahmen bei gleichzeitig gleichbleibenden Ausgaben erheblich eingeschränkt sein.

Bund und Land sind aufgerufen, Kommunen finanziell ausreichend auszustatten. In der momentanen Situation bedarf es Zuschüssen, die sich nicht wie Kredite auf die nächste Generation auswirken.

Neben einer Stabilisierung von Einnahmen ist weiterhin eine umsichtige Finanzpolitik von Nöten.

Um kommunale Kosten zu senken, wollen wir insgesamt dazu beitragen, dass die interkommunale Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden vorangetrieben wird. Gleichzeitig muss die Verwaltung weiter bei verbessertem Angebot optimiert und digitalisiert werden.

Einsparungen durch Entbürokratisierung kommen allen Bürgern zugute. Entbürokratisierung bietet zudem die Chance, Transparenz zu schaffen.

Die Voraussetzung für Wohlstand der Bürger unserer Stadt ist eine gedeihende Wirtschaft. Davon sind die städtischen Einnahmen abhängig, woraus sich der finanzielle Spielraum ableitet.

Deshalb sollten heute Chancen genutzt werden, Mörfelden-Walldorfs Zukunft ökologisch wie auch ökonomisch wegweisend, zu gestalten.

Wir setzen uns für eine gewerbefreundliche Verwaltung und die Förderung regionaler Produkte sowie Anbieter ein. Gewerbegebiete müssen attraktiv gestaltet und nicht einfach nur verwaltet werden. Dazu zählen neben der Betreuung von Kindern in standortnahen Kitas auch vielfältige regionale Einkaufsmöglichkeiten. Wir unterstützen Konzepte, die den regionalen Einzelhandel mit den Abertausenden von Einpendlern verknüpfen. Diese Möglichkeit wollen wir nutzen.

Mit der Entwicklung innovativer Ideen soll der regionale Einzelhandel unterstützt und Gewerbetreibende bei ihren Maßnahmen zur Digitalisierung gefördert werden. Als Grundlage hierfür dient die seit kurzem eingerichtete flächendeckende Glasfaserversorgung aller drei Gewerbegebiete. Weiterhin braucht es zukunftsweisende Konzepte, die den am Boden liegenden Einzelhandel unterstützen, aber auch regionale Produkte stärken.

Einzelhandel und Gastronomie sind existentiell für eine lebenswerte Stadt. Diese zu fördern, müssen die Innenstädte durch Kunst und Kulturveranstaltungen aufgewertet werden und mittels einer attraktiven Gestaltung Kunden und Gäste zum Verweilen einladen.

Wir stehen für eine bessere Anbindung der Gewerbegebiete an den ÖPNV, verbunden mit einer Lösung der Parkplatzprobleme und einer bedarfsgerechten Versorgung von Stromladesäulen.

Wir wollen innovative Technologien fördern, indem wir nachhaltige und zukunftsträchtige Unternehmen bei der Ansiedlung in Mörfelden-Walldorf unterstützen.

Gerade in Pandemiezeiten war und ist Office Sharing ein Beispiel eines der neuen Arbeitsplatz-Modells, welches sich neben dem Homeoffice erfolgreich etabliert hat.

In Mörfelden-Walldorf erfolgt die Frischwasserversorgung zum Teil noch durch ein rund 30 km langes, sanierungsbedürftiges, altes Faserzement-Rohrleitungssystem. Jahrzehntelang wurde eine Sanierung immer weiter hinausgezögert. Deshalb verwundert es nicht, dass es allein im 1. Halbjahr 2020 über 40 Wasserrohrbrüche gab. Die alten Rohre müssen dringend ausgetauscht werden. Die Maßnahme wird sich über mehrere Jahre hinziehen. Die fällige Sanierung muss unabhängig von gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen umgehend angegangen werden. Ein geplanter Austausch ist immer deutlich günstiger als der ungeplante bei der Behebung von Rohrbrüchen.

 

Die laufende Sanierung und der Ausbau der Kläranlage müssen zügig und kostenbewusst zu Ende gebracht werden. Teile der Kläranlage sind marode und weitere Verzögerungen hätten weitreichende finanzielle Folgen – die Gefahr großer Umweltschäden durch eine Havarie steigt von Tag zu Tag.

 

Auch müssen die Straßen im Stadtgebiet dringend instandgesetzt werden. Wichtig ist uns, dass der hier bestehende Sanierungsstau von 40 Mio. Euro (Stand Dez. 2019) zumindest nicht erhöht – mittelfristig aber abgebaut wird.

 

Die notwendigen Neubauten der Feuerwehrhäuser werden in den nächsten Jahren forciert. Für uns ist der Bürgerentscheid in Bezug auf die 2 Feuerwehrhäuser bindend.

In Zeiten des Abstandhaltens löst die Digitalisierung eine Reihe von arbeitstechnischen Problemen.

Wir werden weiterhin daran arbeiten, unsere Verwaltungsdienstleistungen online zugänglich zu machen. Hierzu zählt auch eine Weiterentwicklung unseres Stadtportals sowie eine Erhöhung der Nutzerfreundlichkeit.

Auch in der städtischen Verwaltung muss die Digitalisierung weiter vorangetrieben werden.  Veraltete oder nicht vorhandene technische Ausrüstungen dürfen eine Verbesserung der Arbeitsabläufe oder die Durchführung von Digitalisierungsmaßnahmen nicht behindern oder verzögern.

Miteinander achtsam

Die Freien Wähler Mörfelden-Walldorf stehen für eine vielfältige Stadtgesellschaft in Geschlecht, Abstammung, Herkunft und Heimat, Sprache, Religion und Glauben, sexueller Identität und der politischen und religiösen Ansichten und der damit verbundenen Akzeptanz in einem demokratischen Rahmen. Wir lehnen jegliche Diskriminierung und Ausgrenzung diesbezüglich ab. Radikalismus, Fremdenfeindlichkeit, Homophobie, Sexismus und Rassismus haben in Mörfelden-Walldorf keinen Platz.

Ehrenamtliches Engagement ist ein wichtiges Rückgrat unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts. Auch die politische Arbeit unseres Stadtparlaments findet auf dieser Basis statt und füllt Demokratie zum Mitmachen mit Leben.

Wir begrüßen die lebhafte und vielfältige Vereinslandschaft in Mörfelden-Walldorf und sind davon überzeugt, dass Ehrenamt und Vereinstätigkeit als wichtiger Bestandteil unserer Gemeinde weiter unterstützt werden müssen. Alle Bürger, die ein Ehrenamt innehaben, leisten einen unverzichtbaren und wertvollen Beitrag zu unserer städtischen Gemeinschaft.

Wir wollen die Vereine und auch die Zusammenarbeit der Vereine untereinander weiter fördern und verstärken. Wir werden hierbei die Übernahme von Verantwortung durch Ehrenamtliche weiterhin unterstützen.

Eine ganz besondere Bedeutung kommt der Stärkung und Absicherung der Einsatzfähigkeit unserer Feuerwehren zu.

Viele Bürger engagieren sich schon heute ehrenamtlich. Die Schnittstellen zwischen Jung und Alt wollen wir weiterentwickeln, damit alle von einem generationsübergreifenden Handeln profitieren.

Kunst und Kultur haben eine besondere Bedeutung für eine Stadtgesellschaft. Sie sind Ausdruck von Beschäftigung mit Vergangenem, der Gegenwart und Zukunft zugleich.

Deshalb ist es notwendig, Kunst- und Kultureinrichtungen in unserer Stadt zu fördern und hierbei auch die Entwicklung der Neue Medien zu berücksichtigen.

Gegen das Vergessen werden wir auch weiterhin die Horvath-Stiftung bei ihrer wertvollen Arbeit unterstützen. Nicht vergessen möchten wir auch die vielen anderen Gruppen von Menschen, die in dieser Zeit verfolgt und ermordet wurden.

Wir unterstützen die Entwicklung eines generationenübergreifenden Bürgerparks, Mehrgenerationen-Spielplatzes und auch anderer Freizeiteinrichtungen für die städtische Gemeinschaft.

Uns ist der Walldorfer Badesee wichtig. Zur Verbesserung der Verkehrssituation wollen wir die Zufahrtssituation zum Walldorfer Badesee optimieren. So könnte über eine eigene Abbiegerspur von der B44 aus die teils angespannte Verkehrssituation deutlich entspannt werden.

Wir möchten die Kultur des Zusammenseins, des gemeinsamen Feierns, der gemeinschaftlichen Aktivitäten weiterhin unterstützen und fördern. Straßen- und Bürgerfeste und die Nutzung der Innenstädte für Veranstaltungen leisten wichtige Beiträge zum Wohlbefinden der Einwohner und zu einer positiven Wahrnehmung der Stadt.

Wir wollen ein gutes Leben für Familien, Junge und Alte. Kinder sind uns lieb und teuer und sie sind unser aller Zukunft. Der gute Standard der Kinderbetreuung in Mörfelden-Walldorf muss beibehalten und wenn möglich noch weiter ausgebaut werden. Wir sind gegen eine Reduzierung des Betreuungsstandards auf das Niveau des KiFöG des Landes Hessen.

Eltern brauchen weiterhin flexible Betreuungsmöglichkeiten ohne Hürden, um mehr Zeit für sich, ihre Arbeit und Soziales Engagement zu haben. Hierbei sollten auch ganz neue Modelle angedacht werden.

Familien in schwierigen Situationen benötigen Hilfsangebote, die wir weiter entwickeln wollen.

Die Hilfsangebote für Menschen, die in prekären familiären Verhältnissen leben, müssen in Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen weiter ausgebaut werden. Dies muss auch bei den Plänen für zusätzlichen Wohnraum berücksichtigt werden.

Junge Menschen sind unsere Zukunft. Jugendliche engagieren sich und wollen ernst genommen werden. Das bereits bestehende Kinder- und Jugendforum mit dem Jugendrat sollte weiterhin gestärkt und ausgebaut werden. Wir schlagen vor, die Gruppe zu teilen und mit zwei Altersgruppen die Interessen zielgerichteter abdecken zu können. Den Dialog mit Jugendlichen und Heranwachsenden werden wir weiter verstärken und nehmen deren Ideen und Bedürfnisse ernst.

Mörfelden-Walldorf bietet bereits einiges für Jugendliche. Dazu zählen z.B. die Skateparks, Angebote des JUZ und JuKuZ. Darüber hinaus müssen den Jugendlichen Treffpunkte im Freien angeboten werden.

Wir setzen uns auch dafür ein, dass alle Schüler von weiterführenden Schulen das Schülerticket Hessen kostenlos erhalten.

Die demografische Entwicklung führt zu einem Anwachsen der älteren Bevölkerung. Über 20% der Mörfelden-Walldorfer sind 65 Jahre oder älter. Wir wollen sicherstellen, dass die örtlichen Einkaufsmöglichkeiten und das Gesundheitsangebot es erlauben, auch im Alter mobil, aktiv und selbstständig zu bleiben. Bei der Umgestaltung der aktiven Kernbereiche werden wir die Interessen der Senioren und der Jugendlichen berücksichtigen.

Die Schaffung von generationsübergreifenden Freizeiteinrichtungen, wie z.B. Familienparks, bietet die Möglichkeit, Jung und Alt näher zusammenzubringen.

Wir wollen ein gutes Leben für Familien, Junge und Alte. Kinder sind uns lieb und teuer und sie sind unser aller Zukunft. Der gute Standard der Kinderbetreuung in Mörfelden-Walldorf muss beibehalten und wenn möglich noch weiter ausgebaut werden. Wir sind gegen eine Reduzierung des Betreuungsstandards auf das Niveau des KiFöG des Landes Hessen.

Eltern brauchen weiterhin flexible Betreuungsmöglichkeiten ohne Hürden, um mehr Zeit für sich, ihre Arbeit und Soziales Engagement zu haben. Hierbei sollten auch ganz neue Modelle angedacht werden.

Familien in schwierigen Situationen benötigen Hilfsangebote, die wir weiter entwickeln wollen.

Die Hilfsangebote für Menschen, die in prekären familiären Verhältnissen leben, müssen in Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen weiter ausgebaut werden. Dies muss auch bei den Plänen für zusätzlichen Wohnraum berücksichtigt werden.

Junge Menschen sind unsere Zukunft. Jugendliche engagieren sich und wollen ernst genommen werden. Das bereits bestehende Kinder- und Jugendforum mit dem Jugendrat sollte weiterhin gestärkt und ausgebaut werden. Wir schlagen vor, die Gruppe zu teilen und mit zwei Altersgruppen die Interessen zielgerichteter abdecken zu können. Den Dialog mit Jugendlichen und Heranwachsenden werden wir weiter verstärken und nehmen deren Ideen und Bedürfnisse ernst.

Mörfelden-Walldorf bietet bereits einiges für Jugendliche. Dazu zählen z.B. die Skateparks, Angebote des JUZ und JuKuZ. Darüber hinaus müssen den Jugendlichen Treffpunkte im Freien angeboten werden.

Wir setzen uns auch dafür ein, dass alle Schüler von weiterführenden Schulen das Schülerticket Hessen kostenlos erhalten.

Die demografische Entwicklung führt zu einem Anwachsen der älteren Bevölkerung. Über 20% der Mörfelden-Walldorfer sind 65 Jahre oder älter. Wir wollen sicherstellen, dass die örtlichen Einkaufsmöglichkeiten und das Gesundheitsangebot es erlauben, auch im Alter mobil, aktiv und selbstständig zu bleiben. Bei der Umgestaltung der aktiven Kernbereiche werden wir die Interessen der Senioren und der Jugendlichen berücksichtigen.

Die Schaffung von generationsübergreifenden Freizeiteinrichtungen, wie z.B. Familienparks, bietet die Möglichkeit, Jung und Alt näher zusammenzubringen.

In den letzten fünf Jahren wurde die medizinische Versorgung ein solides Fundament gestellt.

Eine besondere Förderung für die Ansiedlung von Fachärzten werden wir weiter vorantreiben.

 

Wir stehen zu einem Miteinander, das geprägt ist von Gemeinschaft und Respekt. Die ältere Generation hat das Recht auf eine würdevolle Pflege. Zusammen mit dem Betreiber des Altenhilfezentrums werden wir ein neues und schlüssiges Konzept mit zusätzlichen Tages- und Kurzzeitpflegeangeboten aufbauen, sowie das AHZ um ein Gebäude erweitern. Die geriatrische Versorgung hat hier unser besonderes Augenmerk.

Mörfelden-Walldorf hat die Pflicht, Geflüchtete nicht nur weiterhin aufzunehmen, sondern diese auch gut zu integrieren und bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen.


Das Integrationsbüro leistet
wichtige und wertvolle Arbeit. Es muss weiterhin gestärkt werden. Um mehr Synergieeffekte zu erzielen, sollte es dem Sozialamt zugeordnet werden.

Ausblick

Bürger für Bürger

Demokratie auf kommunaler Ebene muss ein offenes Ohr für ihre Menschen und deren Bedürfnisse haben. Wir sind nah an den Bürgern, offen und mutig. Menschlich und ehrlich. Sachlich und lösungsorientiert. Ideologiefrei und anpackend.

Kommunalpolitik ist Aufgabe Aller. Sich informieren, einmischen, mitgestalten und beteiligen ist der einzige Weg.

Deshalb bieten wir jedem interessierten Bürger unsere monatlich stattfindenden Gesprächsabende an. Mehr Informationen lassen sich auf unserer Internet- sowie Facebook Seite finden.

Für ein gemeinsames Miteinander sind Wissen und Informationen unverzichtbar. Einem faktenleugnenden Populismus treten wir entgegen und stellen in Faktenchecks Fehldarstellungen klar.

Wir wollen der zukünftigen Generation unsere Stadt als lebenswerte Stadt übergeben. Dies bedeutet auch eine intakte Umwelt und geordnete Finanzen.

Mit Zukunftskompetenz gehen wir neue Wege. Heute gestalten wir das Morgen und schenken zukünftigen Generationen eine Zukunft, die nachhaltig und lebenswert ist.